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Jason – oder wie ich zum Barfen kam
von snoekbaars (Januar 2008)
Jason
Jason - März 2007

Hunde haben in unserem Leben immer eine Rolle gespielt und mittlerweile mussten wir schon einige unserer Begleiter über die Regenbogenbrücken gehen lassen. Ernährung war früher eigentlich kein großes Thema, wir verfügten über ein rudimentäres Grundwissen und vertrauten ansonsten unserem Tierarzt.

Im September 2004 kam der Umbruch. Grund dafür war unser Aussie Jason, damals mit 12 Jahren der Älteste in unserem Rudel. Er hatte sich damals sehr verändert, ohne dass der Tierarzt einen wirklichen Grund finden konnte. Er litt zwar unter einigen Alterskrankheiten, aber keine so ausgeprägt oder schlimm, dass sein Zustand dadurch erklärlich gewesen wäre. In mir wuchs mehr und mehr das Gefühl, den alten Jungen nicht „über den Winter“ zu bekommen.

Damals lag er eigentlich nur noch. Spaziergänge wollte er nicht mehr, nur noch eben auf die Wiese, Darm und Blase entleeren und dann wieder ins Haus, hinlegen. Er schien keine Freude mehr am Leben zu haben, seine Haut war innerhalb von 2 Wochen sehr talgig geworden, sein schwarzes Fell schien grau, er stank fürchterlich, die Augen waren trübe. Ein großes Blutbild brachte keine verwertbaren Hinweise, ansonsten konnte uns der Tierarzt nur sagen, was wir ohnehin schon wussten: Herzklappeninsuffizienz, eine Arthrose mit Muskelabbau in der Hinterhand, ein Hodentumor im Anfangsstadium.

Ich begann, das Internet zu durchstöbern, Abend um Abend, Website um Website. Durch einen Link kam ich auf eine Website, auf der eine Barferin über ihre Anfänge des Barfens berichtete und die Veränderungen, die sich bei ihren Hunden ergeben hatten. Dieser Funke zündete bei mir und ich suchte die ganze Nacht gezielt nach Informationen über Barf. Zwei Tage später stellte ich alle drei Hunde auf Rohfütterung um. Ich hatte es damals wirklich etwas eilig denn ich hatte – was Jason betraf – ein sehr ungutes Gefühl.

Damals war ich eher skeptisch, es war mehr eine Art letzter Versuch, meinem alten Freund etwas Gutes zu tun, denn so einfach wollte ich nicht aufgeben. Die Veränderungen, deren Zeuge ich in den folgenden Wochen werden sollte waren dramatisch. Seine erste Barfmahlzeit (und alle folgenden) hat er wie ein Verhungernder verschlungen. Vorab gesagt: er hat die abrupte Umstellung hervorragend vertragen. In den nun folgenden 6-8 Wochen veränderte sich vieles:

Alles in allem, drei Monate nach der Umstellung auf's Barfen bot er das Bild eines zwar älteren, aber lebhaften und aktiven Hundes, der Spaziergänge mit dem Rudel wieder genoss und auch wieder kam, um Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten einzufordern.

Im Mai 2007 musste ich meinen alten Jungen dann doch gehen lassen – aber seine letzten 2,5 Lebensjahre waren erst durch die Futterumstellung für ihn lebenswert. Ich war die erste, die ihn nach seiner Geburt berührt hat und in meinen Armen ist er dann auch eingeschlafen, so schließt sich der Kreis. Wäre er nicht gewesen, wäre ich heute keine überzeugte Barferin.


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