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Barney aus Spanien
Susann Hudy (Januar 2008)

Barney

Als wir unseren Barney in Hamburg am Flughafen abholten, hieß er noch Seppl, hat furchtbar gestunken, hatte Flöhe und erholte sich gerade von einer schwierigen Beinoperation.

Wir hatten den damals etwa 7 Jahre alten kleinen Mischling über eine Tierschutzorganisation aus einer spanischen Tötungsstation heraus adoptiert. Der Kleine war total anhänglich und verschmust und hat alle Herzen im Sturm erobert.

Als wir ihn etwas aufgepäppelt hatten, zeigten sich einige hartnäckige Wehwechen (chronische Bindehautentzündung, kahle Stellen im Fell, Hautprobleme, Arthrose im verletzten Beinchen ...). Der Tierarzt kämpfte mit zahlreichen Salben und Spritzen, konnte aber nicht wirklich helfen.

Von der Tierschutzorganisation bekamen wir dann den Tipp zu barfen. Barney war eh´ sehr mäkelig und wir hatten schon so einige teure Trockenfuttersorten probiert. Jedes Mal hat er etwa eine Woche gut gefressen und dann gestreikt. Es war eine Überlegung wert.

Wir haben uns also schlau gemacht und einfach angefangen. Erst haben wir das Fleisch überbrüht, denn roh wollte der Hund es anfangs nicht. Nach und nach ging es dann. Nach ca. 2 - 3 Monaten kam dann ein total außerplanmäßiger Fellwechsel mit sehr viel Gekratze. Wir hielten es für die Folgen des Futters und wollten schon aufgeben.

Schließlich bekam unser Barney ein richtig neues Fell, glänzend, seidig und viel kräftiger. Auch die kahlen Stellen verschwanden und Haarausfall war kein Thema mehr. Es war wirklich eine komplette Verwandlung. Die Wehwehchen lösten sich ebenfalls in Wohlgefallen auf und wir hatten plötzlich einen total gesunden kleinen Hund, der obendrein fit und lebenslustig war.

Wir haben später in einem Forum gelesen, dass es vielen so ging. Nach einer anfänglichen regelrechten Entgiftungsphase blühen die Hunde richtig auf. Wir waren jedenfalls sehr glücklich, dass man uns vom Barfen erzählt hat, wir hatten noch nie vorher davon gehört.

Unser Barney ist jetzt geschätzte 12 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Er ist nie krank und hat keine Arthroseprobleme mehr in seinem kranken Beinchen (dank der guten Zusätze). Wir erzählen jedem von unseren Erfolgen und guten Erfahrungen, können aber kaum jemanden wirklich überzeugen. Viele Menschen sind noch immer der Meinung, von rohem Fleisch werden Hunde beißwütig oder ähnliches. Na ja, unsere Erfahrungen sind durchweg positiv und wir sind froh, diesen Weg gefunden zu haben. Barneys fröhliches Hundegesicht gibt uns jeden Tag recht.

Barney
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