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Bones and Raw Food...
Vera Janz (Januar 2008)

Auf diesen Begriff stieß ich zum ersten Mal, als ich auf der Seite eines DSH-Züchters stöberte. Meine Neugier war geweckt, vor allem, weil auch mehrere Fotos zu dieser Fütterungsart auf der Seite waren.

Rohes Fleisch? Ja aaaber: „davon werden Hunde doch aggressiv!“ Und „im FeFu ist doch alles drin, was der Hund braucht!“ Kommt einem schwer bekannt vor, hm? Wenn man dann noch Aussagen wie „der Hund braucht Ballaststoffe“ zu hören bekommt, ist es zumindest bei mir so, dass der Widerstandsgeist geweckt und der Informationsbedarf extrem erhöht wird.
DSH Hündin
Ivana, die Hündin

Also habe ich mich nach genaueren Informationen umgesehen und bin auf DER Informationsseite über artgerechte Hundeernährung schlechthin gelandet (ich überlasse es jedem selbst, sie zu finden). Mit jedem Satz, den ich las, wuchs meine Begeisterung für diese Art der Ernährung meiner Hunde, und ich fing an, mir Gedanken über die Realisierung derselben zu machen. Was leichter klingt als getan… Ich habe zwei DSH, und wie im Allgemeinen die TK-Fächer des im Haushalt vorhandenen Kühlschranks gestaltet sind, ist wohl hinlänglich bekannt. Ein Gefrierschrank musste also her. Nur: wohin damit? Aber wie das alte Sprichwort besagt „nichts ist so beständig wie ein Provisorium“, wurde erst mal einer gekauft und dann überlegt. Ergo stand das gute Stück vorerst äußerst dekorativ mitten im Flur.

Was tun Frauen angeblich am liebsten? Genau: EINKAUFEN!!! Beladen wie ein (Ein? Ach was! Zwei!) Packesel kam ich nach Hause und räumte meinen Neuerwerb voll mit frischem, rohem Fleisch.

Und dann kam der spannende Moment, die erste BARF-Mahlzeit für meine beiden! Was würden sie tun? Verächtlich daran schnuppern und wegen mangelnder Lockstoffe abdrehen? Nein! Mitnichten! Voller Begeisterung wurden die Näpfe geleert.

Erste Veränderungen zeigten sich bereits nach wenigen Tagen: der „Output“ verringerte sich drastisch, sowohl in Menge als auch Konsistenz und Häufigkeit. Ich hatte mich mittlerweile über mögliche Entgiftungserscheinungen schlau gemacht und wartete nun gespannt darauf, ob und wie sich das bei meinem Volk äußern würde.

Der Rüde zeigte keinerlei Reaktion, was ich allerdings darauf zurückführe, dass er bereits im Junghundalter umgestellt wurde und demzufolge nicht allzu viele Giftstoffe im Körper eingelagert sein konnten.

Die Hündin dagegen entgiftete über das Fell. Ich habe mir fast den Wolf gekämmt und gebürstet (und gefegt und gesaugt!), manchmal dachte ich, dass sie eigentlich kein einziges Haar mehr am Körper haben dürfte… Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Sie glänzt wie poliert, mittlerweile auch ohne Riesen-Kämmaktionen. Man selbst, da man ja seine Hunde jeden Tag um sich hat, merkt es auch, aber nicht so stark wie andere, die den Hund seltener zu sehen bekommen. Eine Freundin meinte mal zu mir, man hätte gerade an meiner Hündin die fantastische Veränderung sehen können, das glänzende Fell, welches sich jetzt auch völlig anders anfühlt, der mangelnde „typische Hundegeruch“ bei Regenwetter, und irgendwie ist sie auch besser drauf.

Interessant sind allerdings die Reaktionen der Leute, wenn ich darauf angesprochen werde, was ich denn füttere. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, zu sagen, ich füttere frisch. Die meisten stutzen erst und sagen, „die Marke kenne ich gar nicht“…, bis ihnen aufgeht, was ich damit meine.

Mir ist aufgefallen, dass ich mich jetzt am Körpergeruch anderer Hunde störe. Für mich stinken sie einfach! Und dieses Wachsgefühl, wenn man sie streichelt… ich habe immer das Gefühl, meine Hände sind hinterher irgendwie verklebt, und wenn ich sie aneinander reibe, entstehen „kleine schwarze Röllchen“…

Zahnstein? Kennen meine Hunde nicht.
Stumpfes Fell? Geschichte!
Typischer Hundegeruch? Was ist das denn?

 

DSH Rüde
Odin, der Rüde


Nicht ganz so einfach ist es dagegen, Katzen zu überzeugen. Nach dem Motto „riecht nicht, ess ich nicht“ waren anfangs ein paar Hungertage vorprogrammiert. Allerdings wird alles, was man klauen kann, als essbar eingestuft, und so bestanden die Mahlzeiten der ersten Wochen aus „versteckten“ Tellerchen mit Fleisch, da ja die Näpfe ebenfalls bekanntes Futter implizierten. Überflüssig zu erwähnen, dass der Erfolg den Einsatz rechtfertigt… Herrliches Fell, glänzende, wache Augen, kein Zahnstein mehr, und – was ich persönlich mit am besten finde - ich kann die Katzenklos ohne Tränen in den Augen reinigen!

Zusammenfassend kann ich nur sagen: Nie wieder anders füttern!


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