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Berner Sennenhund Barry und sein Körpergeruch
Ina Naundorf (Januar 2008)

Barry

Unser Barry, ein wunderschöner Berner Sennenrüde kam im Alter von 7 Monaten zu uns. Seine Vorbesitzerin konnte ihn wegen einer schlimmen Krankheit nicht mehr behalten und da sie gern sehen wollte wo ihr Hund in Zukunft leben würde, brachte sie ihn direkt zu uns.

Das Erste, was ich von unseren zukünftigen Mitbewohner mitbekam:
Der schreckliche Körpergeruch.
Zweitens: ein Bärchen zum Verlieben ; - ).

Ich hatte Urlaub und konnte mich ausgiebig mit unserem Hund beschäftigen, so gab es auch keinen Abschiedsschmerz für ihn.

Das Futter sollte ein gutes Premium-Fertigfutter sein, weil nur da ist ja auch alles drin, was ein Hündchen so braucht ( dachte ich ). Von seiner Vorbesitzerin bekam er eine andere Marke, aber die wollte ich nicht geben, weil ich den Geruch darauf zurückführte. Das Futter wurde langsam umgestellt.

Bei unseren ersten Spaziergängen war ich verwundert über diese riesigen Haufen und die Häufigkeit seines Kotabsetzens. Dachte mir, das gibt sich schon, wenn er komplett das neue, viel bessere Futter bekommt.

Nein, es wurde nicht besser, nach fünf Wochen hatte er ständig Durchfall und ich war auf der Suche nach einem neuen Futter. Ich will die Suche nach dem perfekten Fertigfutter nicht übertreiben. Alles in Allem versuchten wir sechs verschiedene Fertigfuttersorten. Entweder er bekam Durchfall oder Barry fraß es nicht und er stank auch noch immer.

In einem Berner Sennen Forum wurde ich auf B.A.R.F. aufmerksam. Am Anfang dachte ich noch, ''die spinnen'', weiß doch jeder, dass rohes Fleisch gefährlich ist. Außerdem ist das Ganze sicherlich teuer und der Aufwand ist groß. Ich besorgte mir aber trotzdem ein gutes Buch über das Thema und auch online war ich auf diversen Seiten in dieser Richtung zugange.

Alles was ich so las, machte mich neugierig und ich bestellte mein erstes Paket mit gefrorenem Fleisch. Gemüse gab es eh für uns immer frisch oder gefroren und auf gute Öle legte ich auch für unsere Salate großen Wert. Getreide sollte er nicht bekommen. Zusätzlich besorgte ich mir noch Seealgenmehl und Spirulina-Algen.

Ich stellte das Futter sofort um. Es war eine Freude zu sehen, wie mein Hund das neue Futter verputzte. Nach drei Tagen hatte er nur noch einmal am Tag Stuhlgang und die Menge hatte sich wesentlich verringert.

Vier Wochen später roch mein Hund wie ein Hund riechen sollte.

Ich gebe zu, am Anfang hatte ich schon etwas mehr Aufwand mit der Futterzubereitung, ich wog alles ganz genau ab. Aber nach ein paar Wochen hatte sich eine Routine entwickelt.

Er bekommt zweimal am Tag sein Futter, morgens gewolftes Fleisch (diverse Sorten), da lassen sich sein Gemüse und sonstige Zusätze prima untermischen. Nachmittags gibt es was zum ordentlich kauen. Fleischknochen vom Rind oder Kalb, halbe Hühner, Putenhälse, usw.

Dreimal in der Woche gibt`s zusätzlich ein Eigelb. Zwei- bis dreimal Innereien, wobei ich die Leber etwas anbraten muss. Grünen Pansen mag er besonders gern. Bei Fisch ist er sehr wählerisch, am liebsten mag er Thunfisch.

Zur Abwechslung hatte ich mal Wild bestellt, das hat er dann in seine Spielzeugkiste geräumt, das war wohl wegen den Felles kein Fressen für ihn.

Der Sonntag ist ein fleischloser Tag, da gibt es Hüttenkäse, Joghurt oder Buttermilch mit Obst und Honig.

Mein Bärchen bekommt jetzt seit ungefähr einem Jahr "Frischzeug. Sein Fell glänzt wie eine Speckschwarte. Er ist fit wie ein Turnschuh und seine Zähne sind blitzeblank.

Vom Preis ist das Barfen auch nicht teuerer als ein Premium-Futter, wenn man einen günstigen Fleischlieferanten hat. Vergleiche lohnen sich da. Aber Obacht! Nicht alle Anbieter haben auch qualitativ hochwertiges Fleisch. Ich habe mal gefrorenes Fleisch bei einer großen, bekannten Tiermarktkette gekauft, das roch fürchterlich und mein Barry wollte es auch nicht fressen. (Dabei habe ich dort das Doppelte wie bei meinem Anbieter online bezahlt.)

In meinem Bekanntenkreis sind einige Leute, die noch immer auf die Fertigfutterernährung schwören ( ist halt alles so einfach). Es gibt aber auch zwei, die sich nähere Informationen besorgt haben und zumindest teilweise roh füttern ( was ich persönlich nicht für gut befinde).

Für mich jedenfalls steht fest: Niemals wieder bekommt mein Hund Trockenfutter!

Barry

 



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