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Unsere Welpen wurden von Anfang an gebarft
Sabine Fischer (Januar 2008)

Momo
Momo

Das ist unsere Momo!

Eine junge Labrador-Mix- Dame, verschmust, sehr lieb und – bereits Mama! Zwar war es nicht geplant, aber als die kleinen Racker – 10 an der Zahl – das Licht der Welt erblickten, blieb bei uns kein Auge trocken. Momo war eine fantastische Mutter, doch bei 10 Babys mussten wir zeitig zufüttern. Das taten wir mit Welpenbrei und kleinen (Roh-) Fleischmahlzeiten. Die Welpen wuchsen heran und der Tag der Trennung nahte.

Als wir jedoch den neuen Besitzern erklärten, dass wir sie mit Rohfleisch füttern, sahen wir in ungläubige Gesichter. Schlagworte wie „blutrünstig” und „Jagdinstikt verstärken” fielen.

Um nicht jedem einzelnen die Beweggründe erklären zu müssen, haben wir ein kleines Dossier zusammengestellt und hier ist im folgenden die Einleitung abgedruckt:

 

 

Liebe neue Welpenmamas und -papas,

wie bereits erwähnt, ernähre ich meine Momo – und auch ihre Welpen – natürlich und artgerecht mit rohem Fleisch und Gemüse. Da ich oft auf Unverständnis seitens anderer Hundehalter stoße, habe ich dies zum Anlass genommen, Ihnen zum besseren Verständnis warum ich „barfe” (so wird diese Art der Fütterung genannt), Momos Leidensgeschichte zu erzählen.

Begonnen hat alles Anfang Juni 2006. Momo war gerade mal knapp 8 Wochen alt, als wir sie von einer Auffangstation holten. Das Tierheim in Mailand, in dem Momo geboren wurde, war kurz zuvor geschlossen worden, weil das Futtergeld nicht mehr aufgebracht werden konnte.

Momo hatte gleich zu Anfang Durchfall. Ein Besuch beim Tierarzt ließ erkennen, dass sie verschiedene Parasiten im Magen-/Darmtrakt hatte. Und wie sich nach einem Test herausstellte, hatte sie Babesiose, eine von Zecken übertragene „Mittelmeerkrankheit”, die aber erst später ausbrach. Ich fütterte damals gekochtes Fleisch, Gemüse, Getreideflocken, Reis und auch Fertigfutter (Dosenfutter und spezielles vom Tierarzt verordnetes Trockenfutter).

Noch während der Behandlung dieser Krankheiten bekam Momo plötzlich eine blanke Stelle an der Nase. „Vom Buddeln”, sagte die Tierärztin und verschrieb Salbe und Tabletten. Doch das half nichts. Es wurde nur noch schlimmer. Zu alledem bekam sie noch Husten und plötzlich auch Prusteln am Bauch, die sich entzündeten und heftig juckten. Folglich kratzte und leckte sich Momo Tag und Nacht. Nach etlichen Tieraztbesuchen verbunden mit Spritzen, Tabletten, Salben und der Gabe von speziellem Trockenfutter, befand die Tierärztin: „Wir müssen einen Allergietest machen!” Das Ergebnis war erschreckend: Es gab fast nichts, was nicht auf der roten Liste stand. Unter anderem waren das Gräsermix, Pollen jeglicher Art, Hausstaubmilben, Getreide, Soja, Reis, Kartoffeln, Karotten und noch einiges mehr! Daraufhin ließen wir ein Präparat erstellen, um sie auf die Allergie auslösenden Stoffe zu sensibilisieren (das liegt übrigens immer noch originalverpackt im Kühlschrank!)

Hunde

Frustriert suchte ich im Internet Rat. Dabei stieß ich auf einige Foren, in denen ich ähnliche Leidensgeschichten fand. Hier hörte ich zum ersten Mal von B.A.R.F – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Darauf hin stellte ich Momos Futter um. Mit fantastischem Ergebnis! Nach bereits drei Wochen wuchsen an der Nase wieder Haare, die Prusteln verschwanden nach und nach und Momos Fell begann zu glänzen. Bald war von der Allergie keine Spur mehr zu sehen. „Spätestens im Herbst wird sie wieder auf Hausstaubmilben reagieren”, warnte die Tierärztin. Wir haben jetzt Winter. Eine allergische Reaktion konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen. Im Gegenteil: Momo bekommt jetzt ab und zu auch mal wieder ein „herkömmliches” Leckerli (mit Getreide), ich mische auch wieder Karotten und Reis (und natürlich auch anderes Gemüse) unters Futter – und es bekommt ihr bestens!

Zum Schluss habe ich noch eine Bitte:
Ein Welpe, der in eine neue Umgebung kommt, hat erst einmal Stress zu bewältigen. Eine drastische Futterumstellung wäre zu viel für ihn. Daher habe ich im Anschluss Futterempfehlungen und eine Futterliste mit Bezugsquellen (pdf-Datei) zusammengestellt.

Nun bleibt mir noch, allen viel Spaß mit dem kleinen Racker zu wünschen und ich hoffe, dass wir uns hin und wieder mal treffen.

Welpen


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