Frettchen und Barfen
Anita Stockinger (Januar 2008)
Ja, ich habe seit mehreren Jahren Frettchen. Und es wurden von Jahr zu Jahr mehr. Inzwischen sind es sieben eigene Frettchen plus immer wieder irgendwelche Aufnahmefälle.

Anfangs musste ich noch einiges über Futter dazu lernen. Meine Fütterung wurde immer besser, ausgewogener und professioneller. Nach einiger Zeit wollte ich dann einfach das Beste für meine Tiere, auch wenn es nicht ganz meinem Geschmack entsprechen würde.
Irgendwann habe ich dann mal Eintagsküken ausprobiert. Zu Beginn fand ich es schon merkwürdig die Küken in einer Müslischale auftauen zu lassen und sie dann anzufassen und zu verfüttern. Ich war auch ganz erstaunt, dass sie so flauschig waren, obwohl sie tiergefroren waren.

Im Laufe der nächsten Monate kam dann immer mehr an Frischfleisch dazu: Rindfleischhack, Wachteln, Hühnerherzen, Rinderherzen usw. So hat sich die Fütterung allmählich vom Trockenfutter und Dosenfutter weg entwickelt und ging immer mehr über zum Frischfleisch inklusive Vitaminen, Mineralstoffen...
Meine Freunde und Bekannten sind auch heute noch nicht so begeistert, dass ich rohes Fleisch und ganze Tiere verfüttere. Aber sie werden sich schon noch daran gewöhnen. Für meine Tiere kann ich mir einfach kein natürlicheres Futter vorstellen, als frisches Fleisch, schließlich sind Frettchen ja kleine Raubtiere.
Da es nie irgendwelche Probleme beim Verfüttern gab (sei es von der Verdauung her oder vom Fleisch oder dem Fressen an sich), werde ich es auch weiterhin so handhaben, dass ich das Fleisch abends aus dem Gefrierfach nehme und meine Frettchen sich morgens darüber her machen können. Sie lieben das tägliche Frischfleisch und können es morgens kaum erwarten, dass ich sie endlich begrüße und es etwas zu futtern gibt. Ich kann jedem, der ein fleischfressendes Tier bei sich zu Hause hat, nur empfehlen, ihm täglich mit rohem Futter eine Riesenfreude zu machen, die gleichzeitig zur Gesundheit beiträgt.
