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Die Labradorhündin Naomi erzählt
Sarah Armbruster (Januar 2008)

Hallo,

mein Name ist Naomi und ich bin eine 11 Monate alte Labradorhündin. Abgesehen von meinem lieben Wesen bin ich als typischer Labrador Experte in Punkto Fressen und somit mehr als qualifiziert, euch heute etwas übers Barfen zu erzählen.

Als ich mit knapp 9 Wochen bei meiner Familie einzog, bekam ich jeden Tag dreimal Trockenfutter. Das Futter war das gleiche, was ich auch bei meiner Züchterin schon bekommen hatte. Nach wenigen Wochen haben meine Zweibeiner jedoch festgestellt, dass ich ganz viele Häufchen mache und damals hatte ich das noch nicht so unter Kontrolle, so dass es ab und zu ganz schnell gehen musste, leider waren die Zweibeiner nicht immer schnell genug!

Frauchen hat sich dann ans Laptop gesetzt und fleißig gegoogelt, leider hat sie da festgestellt, dass, was das Futter anbelangt, die Meinungen sehr auseinander gehen. Bis sie auf einen Artikel zum Thema BARF gestoßen ist.

Dann hat sie sich erst mal ein Buch bestellt und ordentlich gelesen, es gibt da ja einiges zu beachten wie z.B. das Ca-P Verhältnis usw. Dann hat es aber auch nicht mehr lange gedauert, bis die erste Fleischlieferung bei uns zu Hause ankam.

Da ich, wie es sich für einen Labrador gehört, ein „Allesfresser“ bin, empfand ich jegliche Fleisch- und Gemüsesorte als superlecker! Und was ganz toll war, ich musste auch nicht mehr so oft, und wenn, dann konnte ich mich immer rechtzeitig melden, da waren alle ganz stolz auf mich.

Es ging dann nicht mehr lange, als so ein riesiger Kasten mit Türe eintraf, Gefriertruhe heißt das glaub ich. Das Ding wurde dann im Keller in Betrieb genommen und es wurde einige Tage später auch randvoll mit Leckereien, wie Pansen, Putenhälsen, Hähnchenschenkeln, usw. gefüllt. Da ich ja anfangs noch sehr klein war, musste Frauchen das Fleisch erst noch portionieren, anfangs war das sehr gewöhnungsbedürftig und sie hat manchmal, besonders bei Pansen ( versteh ich gar nicht, ist doch sooo lecker) etwas angewidert geguckt, aber mittlerweile ist auch das kein Problem mehr, man gewöhnt sich an so einiges.

Die nächsten Tage habe ich dann mit Frauchen in der Küche verbracht. Ich habe während sie mit so einem lauten Gerät alle möglichen Gemüse- und Obstsorten püriert hat, geduldig an ihrer Seite verweilt und ab und zu ist doch tatsächlich auch mal 'nen Apfelstückchen von der Arbeitsplatte für mich heruntergefallen. Dann wurde das Ganze in kleine Portionen abgefüllt und in diese Kühltruhe in den Keller gebracht.

Anschließend wurde am Kühlschrank ein Merkzettel mit „Barfregeln für Naomi“ aufgehängt. Herrchen muss da also noch spicken, aber Frauchen weiß mittlerweile genau, was in den Napf darf und muss und was nicht.

Jedes Mal wenn Frauchen nun in den Keller geht, warte ich geduldig an der Treppe auf sie, da ich genau weiß, dass da unten diese „Wundertruhe“ steht. Umso enttäuschender ist es, wenn sie mit einem Korb Wäsche wieder kommt. Mir schmeckt das frische Essen immer noch am allerbesten, auch wenn ich ab und zu auch mal Trockenfutter bekomme.

Frauchen sagt auch, dass das Barfen absolut ideal sei, sie könne jederzeit portionieren wie sie möchte. Der Speiseplan ist abwechslungsreich und auch wenn ich mal ein paar Pfund zuviel habe, kann sie mit leichten Mitteln mein Gewicht wieder reduzieren, und das, ohne dass ich Hunger leiden muss. Meist bekomm ich dann eben am Mittag nur einen Obstbrei.

Auch für den Geldbeutel macht es nicht wesentlich mehr aus, als ein hochwertiges Trockenfutter. Mir geht es prima, ich habe sehr schönes Fell, keinen Mundgeruch und sogar die Bürokolleginnen von Frauchen sagen, dass ich überhaupt nicht nach „Hund“ rieche.

Also zum Wohle Eurer Tiere, zumindest ab und zu, solltet ihr auf Rohfleisch nicht verzichten, da es nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund ist. Ich hoffe, dieser Bericht hat Euch ein paar Argumente geliefert, warum BARF so toll ist. Jedenfalls verspreche ich Euch, dass eure Hunde bestimmt genauso darauf abfahren werden wie ich.

Also, dann mal guten Appetit!

Eure Naomi

 

Labrador Naomi


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